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VERSATA

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– 2 – 2 Prototyporientierte Softwareentwicklung Der  Prototyp  eines  Softwaresystems  ist  ein  ausführbares  Modell,  welches  bereits  alle wesentlichen   Eigenschaften   und   Kernfunktionen   des   Zielsystems   implementiert.   Es dient als Grundlage für die Kommunikation zwischen dem  Kunden und dem Entwick- ler. Die Funktionalität des Systems wird anschaulicher dargestellt, als es eine textuelle Beschreibung oder ein statisches Modell3 vermag. Ein Prototyp kann schnell und preis- günstig   entwickelt   werden   und   kann   leicht   modifiziert   und   erweitert  werden  (vgl. [CoSh89]). Prototyping  umfasst  demnach  alle  Tätigkeiten,  die  zur  Entwicklung  eines  Prototyps notwendig sind. Prototyping kann in verschiedenen Phasen des Softwareentwicklungs- prozesses zum Einsatz kommen. Es muss zwischen  horizontalem und vertikalem Proto- typing unterschieden werden. Beim horizontalen Prototyping wird das gesamte Funkti- onsspektrum der Endversion betrachtet und oberflächlich implementiert (z. B.  für  Vor- führungszwecke).  Beim  vertikalen  Prototyping  werden  dagegen  nur  einzelne  Funktio- nen  des  Systems  ausgefüllt,  diese  aber  möglichst  vollständig  (z. B.  für  eine  Machbar- keitsstudie einer komplexen Funktion eines Softwaresystems). Rapid Prototyping Um möglichst früh Entwicklungsfehler zu erkennen und möglichst kostengünstig besei- tigen  zu  können,  ist  eine  Abkehr  von  dem  klassischen  Wasserfallmodell  notwendig. Denn  dieses  Modell  setzt  das  vollständige  Abschließen  der  vorhergehenden  Phase  vor den Beginn einer neuen, so dass Korrekturen schwierig und teuer werden können. Bei dem Konzept des Rapid Prototyping ist es das Ziel, in einer möglichst frühen Ent- wicklungsphase des Softwareproduktes ein grundsätzlich lauffähiges System zu entwi- ckeln. Dies geschieht entweder im Kontext einer Machbarkeitsstudie oder zur Kommu- nikationsunterstützung  zwischen  dem  Entwickler,  dem  Management  und  dem  Nutzer des Systems. In der Regel werden diese Prototypen verworfen. Sie können aber auch im Rahmen eines  evolutionären  Prototyping  iterativ  bis  zur  Entstehung  des  Zielsystems weiterentwickelt werden. Speziell diese Art der Softwareentwicklung wird von dem hier betrachteten Softwaresystem, der Versata Logic Suite, sehr gut unterstützt. Versata be- zeichnet   dieses   Vorgehensmodell   als   „Rapid   Iterative   Development   (RID)“   (vgl. [Ve00b]). Im folgenden Kapitel wird erläutert, wie der Einsatz von Geschäftsregeln das RID unterstützt.                                                                  3   Wie z. B. eine Aneinanderreihung von Screenshots ohne Funktion.
  
Usability Engineering kompakt: Benutzbare Software gezielt entwickeln
Siehe auch:
Medienkompetenz: Usability als Erfolg...
Methoden der Usability Evaluation: Wissensc...
IT-Projektmanagement kompakt (IT kompakt)
Aufwandsschätzungen in der Software- und System...
Vorgehensmodelle kompakt (IT kompakt)
UML 2 kompakt: mit Checklisten (IT kompakt)
 
   
 
     
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