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Einführung
Durch die Entwicklung neuer elektronischer Marktplätze ist es für die Teilnehmer die-
ser Internetökonomie wichtig, Chancen und Risiken für Innovationen möglichst schnell
erkennen zu können. Ferner ist heute für die Marktteilnehmer eine schnelle, effiziente
Umsetzung neuer oder geänderter Geschäftsprozesse auf eine vernetzte Plattform no t-
wendig, um Konkurrenzvorteile
z
u erwirtschaften. Eine flexible und schnelle Anpas-
sung bestehender Softwaresysteme an neue Umweltsituationen ist mit den klassischen
Modellen der Softwareentwicklung kaum erreichbar. Die Entwicklung von B2B- und
B2C-Systemen ist auf Grund ihrer zunehmenden Komplexität ein immer zeit- und kos-
tenintensiverer Entwicklungsprozess, welcher ein dementsprechend großes Investitions-
risiko birgt, das es möglichst schnell und vollständig zu identifizieren und zu minimie-
ren gilt.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist ein modernes Softwareentwicklungs-
konzept mit einer entsprechenden CASE-Umgebung1 notwendig. Dieses Konzept sollte
die Möglichkeit bieten, bestehende Applikationen möglichst schnell, einfach und effi-
zient an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Um dieses, wenn möglich sogar vollau-
tomatisch, zu erreichen, formuliert der Entwickler seine Anforderungen nicht mehr in
der eigentlichen Zielprogrammiersprache, sondern zunehmend natürlichsprachlicher.
Der Softwareentwickler nutzt nicht mehr selbst die 2GL, 3GL oder darauf aufsetzende
objektorientierte Sprachen, sondern zunehmend 4GL oder deklarative bzw. grafische
5GL Programmiersprachen. So ist es möglich schnell Prototypen eines Softwaresystems
zu entwicklen.
In Kapitel 2 wird kurz auf die Vorteile des (Rapid) Prototyping eingegangen. Das dabei
benutzte Konzept der Geschäftsregeln (engl. business rules) wird in dem darauf folgen-
den Teil erläutert. Die in den Kapiteln 4 und 5 vorgestellte Versata Logic Suite der
Firma Versata2 implementiert diese Konzepte, um funktional dekompositionierte
e-
schäftsprozesse in der Form von Geschäftsregeln in ein mehrschichtiges, verteiltes
Softwaresystem für das
-Business automatisiert umzusetzen und so ein schne lles
Time-to-Market durch Rapid Prototyping zu ermöglichen. Der Entwickler programmiert
nicht mehr wie die Software ihre Aufgabe bewältigen soll, sondern vielmehr was sie
womit (mit welchen Daten) zu erledigen hat (vgl. [Da00a]).
1
CASE steht für Computer Aided Software Engineering und beschreibt Systeme, welche den Soft-
wareentwicklungsprozess in einer oder mehreren Phasen unterstützen.
2
Unter: http://www.versata.com.
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