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Die Versata Logic Suite
4.1
Überblick
Die Versata Logic Suite der Firma Versata ist ein mehrschichtiges (multi-tier) Soft-
waresystem zur computerunterstützten Erstellung von verteilten Applikationen auf der
Basis von Geschäftsregeln. Es eignet sich besonders gut für das Rapid Prototyping, da
sich durch die deklarative Definition und halbautomatisierte Erstellung der Applikatio-
nen sehr schnell Ergebnisse erzielen lassen.
Es existieren zwei verschiedene Editionen der Versata Logic Suite. Zum einen die hier
betrachtete CORBA-Edition und des Weiteren die EJB- Edition, welche den von IBM5
entwickelten Applikationsserver WebSphere6 als Middletier nutzt. Dieser EJB-
Container7 ersetzt das in der CORBA8-Edition eingesetzte Framework und die CORBA-
Services zur Verteilung der Applikationen und bietet eine erweiterte Zwischenschicht
für den Datenbankzugriff. Da für diese Ausarbeitung lediglich die CORBA-Edition der
Versata Logic Suite zur Verfügung stand, beschränken sich die Ausführungen hier auf
die Version 5.5 dieser Edition, obwohl der Großteil ebenfalls für die EJB-Edition gültig
ist.
Die mehrschichtige Architektur der CORBA-Edition ist in Abb. 4.1 dargestellt. Das
Versata Studio bildet den Mittelpunkt für das Design der Applikation. Der Deployment-
Manager ist schließlich dafür verantwortlich, dass die Java-Klassen den einzelnen Kom-
ponenten des Systems zur Verfügung stehen, und dass die Datenstruktur in dem
genutzten DBMS angelegt wird. Die Trennung von Entwicklungs- und Laufzeitkompo-
nenten wird durch die gestrichelte Linie deutlich. Im Mittelpunkt der Laufzeitumgebung
steht der Versata Logic Server, welcher für die Ausführung der Geschäftslogik und den
Zugriff auf die persistenten Objekte zuständig ist. Als Client-Applikation kann im We-
sentlichen jede Art von Anwendung dienen, welche über die CORBA-Schnittstellen auf
den Versata Logic Server zugreifen kann. Im Rahmen des Applikationsdesigns im Ver-
sata Logic Studio ist es möglich, Web-Anwendungen und / oder Swing-Clients9 zu ent-
wickeln. Hierbei erfolgt eine gute Unterstützung durch die Designkomponenten des
5
Unter: http://www.ibm.com.
6
Unter: http://www.ibm.com/software/webservers/appserv/.
7
Nähere Informationen zu den EJB-Spezifikationen unter http://java.sun.com/products/ejb/.
8
Auf eine Beschreibung der CORBA Architektur wird hier verständlicherweise verzichtet.
Unter http://www.omg.org/technology/documents/corbaservices_spec_catalog.htm ist eine
e-
schreibung der CORBA-Services zu finden.
9
Swing ist ein Framework zur Entwicklung von grafischen Benutzerschnittstellen unter Java. Mehr
Informationen unter: http://java.sun.com/products/jfc/tsc/index.html.
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